Ein Liebster Blog sein

Liebster Blog
Friesisch herb mußte er erst werden, der Mann, der dieses Blog für würdig erachtet, Teil der „Liebster Blog“-Serie zu sein. Bei Twitter nennt er sich @ickemich und auch sein Blog heißt so, darum belassen wir es mal dabei. Ihn hat es in den Norden verschlagen, wo er seitdem auf trockene und sparsame Weise vom Leben berichtet und nebenbei Bedenkenswertes und gute Laune verbreitet. Ich empfehle gelegentliches Reinlesen!

Da will ich mich mal bedanken für die Ehre und gelegentliches Gelesenwerden. Jetzt habe ich dieses Blogstöckchen an der Backe – Award nennt sich dieses hier – und natürlich möchte ich es so schnell wie möglich wieder loswerden. Und das geht so:

Die Regeln

  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
  • Beantworte die gestellten Fragen.
  • Nominiere weitere 11 Blogger.
  • Stelle Deinen Nominierten 11 neue Fragen.
  • Sag den Nominierten Bescheid, damit sie wissen, daß sie von Dir nominiert wurden.

Das kriegen wir hin …

11 Fragen von ickemich

1. Notierst Du eher analog, oder digital?

Was immer zur Hand ist, das wird beschriftet, egal, was es auch sei – ist immerhin mein Beruf. Da schert’s mich nicht, ob es Strom braucht oder nicht. Wo legte ich jüngst noch die Geschichte nieder, wie ich vor vielen Jahren mit einem Freund eine gemeinsame Bekannte in ihrem Elternhaus besuchte und wir – sie war gerade mit etwas beschäftigt – ausschwärmten, unsere Eddingstifte zückten und überall im Haus an verborgenen, nicht direkt einsehbaren Orten ein Wort hinterließen? In irgendjemandes Blog steht es, oder in einer E-Mail. Wie auch immer, sie merkte nichts davon und wir konnten das Haus ungestraft verlassen.

Die erste Entdeckung gelang ihrer Mutter – als sei klarzustellen gewesen, wer sich denn da gründlich genug um alles kümmert. Sie stellte die Tochter, ein zu dieser Zeit ziemlich aufsässiges Wesen, zur Rede, die wiederum mußte nicht lange überlegen, wer ihr diesen Streich gespielt hatte, griff zum Telefon und schimpfte. Meine Telefonnummer hatte sie zum Glück nicht …

Ob sie jemals alle verborgenen Wörter gefunden hat, habe ich nie erfahren, ich weiß auch nicht mehr, wieviele es waren. Was sie nie verstanden hat, war, warum wir ausgerechnet dieses Wort gewählt hatten, denn sie war weder besonders langhaarig noch blond – im Gegenteil. „Rapunzel? Wieso Rapunzel?“

Ich könnte den Grund nennen, doch das wäre, um mal den Urheber zu zitieren, pure Nostalgidiotie.

2. Nenne uns doch bitte Deinen meistlaufenden Radiosender und verklickere uns, warum der dauernd läuft.

Als es das dreimal verfluchte EinsLive noch nicht gab, war das WDR1 mit seinem abendlichen Spartenprogramm quer durch alle Genres. Doch das ist lange her.

In Dresden hörte ich traditionell MDR Figaro, egal, wie abseitig das Programm auch war. Nur bei den Messen schaltete ich ab. Nun bin ich da nicht mehr.

Tagsüber schalte ich meine höheren Hirnfunktionen mit Progressive House und Artverwandtem ab. mein liebstes Internetradio derzeit ist Proton Radio.

Mein all-time-favourite wird jedoch immer BFBS bleiben: unvergessen, wie ich nachts mit John Peel neue, laute Welten entdeckte, als alles um mich herum sich mit ABBA und den Bay City Rollers beschäftigte. Den British Forces Broadcasting Service gibt es übrigens immer noch, den kann man auch im Web hören – John Peel hat das nicht mehr erlebt, der ist vor zehn Jahren gestorben.

3. Warum steht nicht einfach “32” auf den 8×4 Produkten?

Das lasse ich Wikipedia beantworten:

Die Beiersdorf AG entwickelte 1951 ein Deodorant, welches speziell das Wachstum der schweißzersetzenden Bakterien hemmte. Die Neuentwicklung gelang vor allen Dingen durch den Wirkstoff Hexachlordihydroxydiphenylmethan.[2]

Intern wurde die Substanz als „B32“ (nach den 32 Buchstaben der Wirksubstanz) bezeichnet. Auf dieses Kürzel stieß der damalige Werbeleiter Juan Gregorio Clausen, der sich für den Relaunch der Nivea einsetzte, als er nach einem griffigen Produktnamen für das neue Deodorant suchte. So entstand daraus der Name „8×4“, der als Markenzeichen eingetragen wurde.
Wikipedia: 8×4

4. Wo oder was ist Dein Lieblingsort?
(Ort! Nicht Sport!)

46 Grad, 28 Minuten, 54 Sekunden nördlicher Breite, 10 Grad, 40 Minuten, 44 Sekunden östlicher Länge: die Zufallhütte im Nationalpark Stilfser Joch. Beliebte Hochtourenbasis, im Winter Quartier für Skitourengeher, im Ersten Weltkrieg Herberge für österreichische Soldaten, die sich hier mit den Italienern im Ewigen Eis erbitterte Gefechte lieferten, im Mittelalter Ort einer kleinen Einsiedelei und sicher auch Station für die Krämer und Bauern, die auf dem Ultnermarktferner Markttag hielten (auf einem Gletscher, das kann man sich nicht ausdenken …).

Ich kann von dort auf meinen zweitliebsten Berg schauen, den Monte Cevedale, und wenn ich ein paar Stunden westwärts aufsteige, kann ich einen Blick auf Königsspitze und Ortler werfen. Mein Lieblingsplatz ist es wegen der Farben und der Geschichten – jenen, die es dort gibt und jenen, die ich mir vor diesem Hintergrund ausgedacht habe. Es gibt dort (nahezu) keinen klassischen Skitourismus, dafür Murmeltiere, Steinböcke, Adler und manchmal Bären. Und sie machen da einen ganz formidablen Zirbenschnaps!

Ortlergruppe

Königsspitze, Monte Zebrù, Ortler

5. Welche Dinge rettest Du aus Deinem brennenden Haus/Deiner brennenden Wohnung (Menschen und Tiere retten sich schon selbst), und wie willst Du das alles transportieren?

Nichts.

Na gut, wenn ich dran denke, dann die Backup-Festplatte vom Schreibtisch.

Und sollte mir noch einmal jemand diese Frage stellen, lege ich mir einen großen Rollkoffer zu, in den ich ein paar Dinge packe, die ich ungern verlieren würde. Wie diese kleine Tonfigur, die mir das dunkelhaarige Mädchen aus der 10. Klasse damals schenkte. Es ist eine rechtschaffen häßliche kleine Figur mit einer riesigen Nase, doch sie erinnert mich an etwas Wunderbares, mir bis heute völlig Rätselhaftes. Dazu gebe ich ein paar Fotos, von denen es keine Kopien gibt und das Wenige, was ich an Wertvollem besitze. Und weil da jetzt noch jede Menge Platz in dem Koffer ist, nehme ich vielleicht noch Nützliches mit.

Eigentlich jedoch habe ich alles, das mir etwas bedeutet, immer bei mir.

6. Wieviel Meter Displaydiagonale befinden sich in Deinem Haushalt/privatem Umfeld?
(Nur die Diagonalen summieren, nix kompliziertes rechnen)

3 Meter 50.

7. Könntest Du Dir ernsthaft vorstellen, vom Bloggen zu leben?

Nein.

8. War nun zuerst die Henne da, oder doch das Ei?

Die Frage wirft ja zuallererst ein Licht auf die Menschen, die sich solche Fragen ausdenken und nicht die Muße aufbringen, sich zurückzulehnen, um mal ein paar Stunden so gemächlich zu sinnieren, so, wie in der Natur Zeit vergangen ist und sich die Dinge nach und nach, Zelle für Zelle, Gen für Gen verändert haben. „Henne oder Ei?“, das ist so ein hektisches Menschending, da dürfte es eigentlich nur ein Antwort darauf geben: sich eine Pfeife anstecken, das Weinglas neu füllen, sich zurücklehnen und die Hände hinter dem Kopf verschränken.

9. Morgens gibt es bei Dir eher Kaffee(wieviel), Tee(welchen) oder etwas ganz anderes?

Kaffee. Einen großen. Sonst nichts.

morgenkaffee

10. Wieviel kW/h verbraucht Deine Waschmaschine im Jahr?
(Das ist jetzt erst die Rechenaufgabe!)

Keinen (ich habe keine). Ich zahle bloß den Strom.

11. Angenommen, Geld spielt keine Rolle mehr. Was würde für Dich diese Rolle dann einnehmen?

Gefallen. Du hilfst mir, ich helfe dir.

11 neue Fragen

1. Welchen Vornamen hättest du dir selber für dich ausgesucht?
2. Wieso diesen?
3. Ich serviere dir etwas, das du noch nie zuvor gegessen hast: Was tust du?
4. Was schätzt du: Wieviel Geld wirfst du jährlich in die Becher der Bettler?
5. Was ist eigentlich so schön an Rache?
6. Musik wird verboten. Was tust du?
7. Was würdest du mit einer Billion Euro tun?
8. Mit dieser Pille wärst du für immer glücklich: Schluckst du sie?
9. Was hält die Welt im Innersten zusammen?
10. Was ist das Wichtigste, daß du deinen (möglichen) Kindern mitgibst?
11. Welche sollen deine letzten Worte sein?

Ich nominiere

11 Blogger, die für diese Art Vergnügen empfänglich sein könnten – abgesehen von denen, die andere mir schon vor der Nase weggeschnappt haben – kriege ich gar nicht zusammen. Diese acht tun es auch und ich hoffe, ein paar davon haben Spaß daran und machen mit:

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3 Antworten auf Ein Liebster Blog sein

  1. Pingback: Liebster Blog – Stöckchen | trueffi.de

  2. Hilfe! :D

    Wir geben uns Mühe. :D Und wir hätten gern diesen Kaffee. ;)

  3. Schön.

    Sollte ich es wirklich mal zu euch schaffen, brauche ich lediglich eine Mokkakanne und den Aufschäumer – kann ich gerne auch mitbringen. Sollte also kein Problem sein. :)

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