10,6 km Hundehürdenlauf

Faule zwei Wochen liegen hinter mir. Das sportlichste, was ich am Marathon-Wochenende in Dresden gemacht habe: ein Tag Gartenarbeit und bei der Marathon-Messe eine Mikrofaser-Unterhose aus dem Schnäppchenkorb gekauft. In den vierzehn Tagen seitdem habe ich mir fast jeden Feierabend vorgenommen: Wenn Du zuhause bist, dann läufst du ein Ründchen. Hat toll geklappt. Nicht.

Heute, am Feiertag, gab’s keine Ausrede mehr. Scheißwetter ist jedenfalls keine – und nachdem ich einmal losgelaufen war, fühlte es sich gar nicht mehr schlimm an. Solange ich auf dem Sofa liege, ist schon der Gedanke ans Laufen die Hölle …

Lang und langsam sollte es werden. Hat geklappt. Ich mußte keine Gehpausen einlegen, Muskeln und Gelenke haben kaum gemault, Luft war da, das mit der Haltungskontrolle wird auch entspannter.

Gelernt habe ich, daß frau den Kaffeeklatsch auch auf einem Waldweg abhalten kann, sogar ohne Kaffee, ohne Kuchen, Tisch und Stühle, bloß ein paar einander zugetane Mittvierzigerinnen und ihre Kuscheltiere. Diese und andere Begegnungen machten diesen Lauf zum Hundehürdenlauf: drei übersprungen, zwei gerissen, ein paar aus dem Weg geschnauzt, zum Glück nichts Hungriges oder Entschlossenes dabei.

Mit der aktuellen Pace würde ich hier und da Probleme mit der Zielzeit kriegen, aber das Problem mit dem fehlgeleiteten Ehrgeiz kriege ich auch noch in den Griff.

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