Elbringe

Dresden rechtselbisch, Radeberger Vorstadt, 30.4.2012: Ein Ring, sie zu binden …



An der Nordrampe der Waldschlößchenbrücke schieben sie emsig große Erdhaufen hin und her. Frisch asphaltierte Rampen sorgen für Anschluß an den Elberadweg. Die Bäume fehlen noch. Und die Fahrbahn auf der Brücke ist nicht fertig. Keine Spur von der Hufeisennase in der Mittagshitze.

Rechts flimmert Elbflorenz wie flüssiges Blei, auf dem Uferweg machen Läufer Kilometer und Radler lassen sich stromabwärts treiben, dem Kännchen draußen entgegen. Gemütlich schlendernd erreichen wir die Fähre, rüber zum Käthe-Kollwitz-Ufer, wo der Biergarten lockt, mit ordentlich gegrillter Thüringer, frisch gezapftem Radeberger und schattigem Blick über den Fluß.

Seitenblicke auf Männer und Frauen, die, in Selbstdarstellung, das Machbare an Äußerlichkeit präsentieren, während wir das eigene Normalmaß reflektieren: gedankenlos sonnenverbrannte Haut und versöhnlich ziepende Marathonmuskeln. Das Kind schichtet Staub auf den Feiertagsstaat.

„Wofür sind die Ringe da?“ fragt das Kind. Ringe sind zum Festhalten da.

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