Dresden-Loschwitz, 1. April

Darth Bauzaun

Darth Bauzaun, Hauptstraße, Dresden-Neustadt



Jahn’s Bergstiege

Jahn’s Bergstiege, Dresden-Loschwitz


Plakat „Cat Ballou“

Hängen wirst du in Kötzschenbroda


Stufenweg

Stufenweg, Dresden-Loschwitz


Elbtal von Loschwitz

Touristenglück, Dresden-Loschwitz


Steinmann

Steinmann an der Talstation, Pillnitzer Landstr., Dresden-Loschwitz

Ja, es geht. Du kannst Plattleite aussteigen, wenn Du zur Schwebebahn willst. Dann gehst Du einfach zur Bergstation der Standseilbahn, dann den Berg runter, über die Grundstraße, den Berg hinauf und Du bist da. Wenn man im Schillergarten sitzt und ein frisch gezapftes Radeberger schlürft, sieht das einfach aus, als könnte man vom Luisenhof zur Schwebebahn hinüberspucken. Glaub das ja nicht!

Wenn Du nur dem Augenschein folgst, wirst Du schwitzen! Treppen führen in das Tälchen zwischen den Bergstationen, doch anstatt sich dem Ziel zu nähern, bewegst Du Dich immer weiter von ihm weg. Und dann geht es auch mal wieder aufwärts! Jahn’s Bergstiege (die mit dem Deppenapostroph) ist so eine unverhoffte Fitness-Einlage. Wirf nachher trotzdem einen Blick in den Garten des Dänischen Konsulates – da steht und hängt Kunst herum.

Jenseits der Grundstraße geht es wieder bergan. Ohne Ortskenntnisse wirst Du vielleicht den Stufenweg für den richtigen Weg halten. Mach nur! Da wird Dir selbst an einem eisigen Aprilsonntag warm; die Sonne scheint, noch sind die Bäume kahl. Und wenn Du endlich an der Bergstation stehst und sich der Blick aufs Elbtal öffnet, erkennst Du, daß Du auch den 84er Bus vom Körnerplatz hättest nehmen können. Der hält genau davor. Und dann kannst Du dieselben Bilder vom Blauen Wunder schießen wie schon Hunderttausende, vielleicht Millionen Menschen vor Dir. Touristenglück.

Loschwitz ist viel größer als es vom Fluß aus den Anschein hat. Das Szenario aus Uwe Tellkamps „Der Turm“ erkennst Du trotz seiner künstlerischen Freiheiten wieder; da kannst Du gut ein paar Stunden herumlaufen, ohne, daß Dir langweilig wird. Schau’s Dir an! Wir schweben runter und gehen dann mal weiter. Wieder eine dieser ominösen Köln-Dresden-Connections abgehakt – das Ding kommt ja ursprünglich aus Deutz, aber das wußtest Du sicher schon.

Die Speisenfolge an diesem Tag: spätes Frühstück im Café Neustadt, Currywurst am Schillerplatz, zum Dessert ein Eis auf die Hand vom Venezia. Dann Einkaufen fürs Abendessen. Am Sonntag, ja. Der Lidl im Neustädter Bahnhof hat sieben Tage die Woche geöffnet, das weiß mittlerweile die ganze Republik und die war auch da und stand in fünf Schlangen zum Bezahlen an. „Einkaufen mit Flair“ steht über dem Ausgang, da, wo der energisch dreinblickende Wachmann steht. Es würde niemanden verwundern, stünde da „Jedem das Seine“.

Endlich wieder da. Hallo, Dresden! Alles wie immer: Deine Ruinen werden nur langsam weniger, Deine Radfahrer sind immer noch die viertcoolsten der Welt (nach New York, London und Berlin), es gibt immer noch Nazis im Landtag – habt ihr jetzt begriffen, welche eurer Nachbarn mit den forschen Ansichten ihr Hakenkreuz an dieser Stelle machen? –, die Dampfer dampfen und ich kann mich nie entscheiden, welches Schwarzbier ich trinken soll, also nehme ich von jedem eins.

Curry & Co

Curry & Co, Schillerplatz, Dresden-Blasewitz


Vogelhaus

Sozialer Wohnungsbau, Hauptstraße, Dresden-Neustadt


Hochhaus am Albertplatz

Hochhaus am Albertplatz, Dresden-Neustadt

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