John Asht: „Abnormale Typen rangeln sich hinterfotzig an die Macht“

Der Autor mit dem Pseudonym „John Asht“ macht gerade die Rundtour durch Shitstormhausen und überlegt sich wahrscheinlich schon einen neuen Decknamen. Währenddessen buddle ich in seinem Blog und stelle fest, daß die empfindliche Seele unter „Meinungsfreiheit“ vornehmlich das Recht versteht, unpopuläre „Wahrheiten“ auszusprechen. Hier mal ein Zitat aus seinem Plädoyer für Meinungsfreiheit (Schreibfehler entstammen dem Original):

„Wenn eine Gesellschaft degeneriert, geschiet das meistens aus einem entglittenem und verspieltem Wohlstandsdefizit. Das äußert sich primär, indem die gesund und natürlich Denkenden, nach und nach benachteiligt, diskriminiert und letztendlich ausgegrenzt werden. Träger von physischen und psychischen Infekten brillieren unaufhaltsam – die eigentlichen Behinderten tyrannisieren die Gesunden.Schrille, abnormale Typen rangeln sich hinterfotzig an die Macht und dirigieren bald mit ihrem kranken Hirn das ganze Geschehen.“

Mir wird gleich schlecht. Denkmuster dieser Art finden sich vor allem in einer Szene, die als Sammelbecken dient für Euro- und Europahasser und „Nonkonformisten“. Da tummeln sich munter Menschen, die den Islam für eine ausgemacht böse Sache halten und solche, die einfach mal sagen möchten, daß sie stolz sind, Deutsche zu sein. Darwinismus ist ’ne tolle Sache, Mitteldeutschland liegt wirklich noch im Osten und natürlich geht das nicht unter .de-domain, weil die korrupte Rechtsprechung hierzulande solche toleranten Diskussionen viel zu streng verfolgt. John Asht mit seinem Haß auf Behinderte paßt gut in diese Sammlung.

Er ist leider nicht der erste erfolgstechnisch herausgeforderte Autor, der sich am reaktionären Rand tummelt und gleichzeitig äußerst dünnhäutig auf Kritik reagiert. Da ich jedoch keine Werbung für diese Helden machen möchte, hier noch ein paar Schmankerl aus John Ashts Blog:

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23 Antworten auf John Asht: „Abnormale Typen rangeln sich hinterfotzig an die Macht“

  1. Gerd sagt:

    Oh, Mann. Nachdem ich mir ein paar Blogeinträge von “John Asht” angesehen habe, bluten mir jetzt wirklich die Augen. Und ich fürchte, wenn ich ein bisschen länger über Herrn “Ashts” Meinung zu “Emantipation” *hust* und anderen gesellschaftlichen Themen nachdenke, fängt auch mein Hirn an zu bluten. Oh, my …

  2. Stefan sagt:

    Am besten gefällt mir sein Satz: “Heute aber, im zweiten und vielleicht auch letzten noch freien Internetjahrzehnt, kann jeder veröffentlichen was er will – egal ob er was drauf hat oder auch nur eine frustrierte Niete ist”. Höchst unterhaltsam der Herr.

  3. Nomadenseele sagt:

    Ich habe während des Lesens wirklich gelacht, deine Zusammenfassung ist genial.

    Seine Artikel dagegen sind unlesbar – wenn das Buch auch so ist, dann wundert mich Myriels Abbruch gar nicht mehr.

  4. Pingback: Niveaulimbo in Shitstormhausen » Köln Format

  5. Diandra sagt:

    Das mit dem Spiegelei hat mich dann noch einmal zusätzlich irritiert. Hat im Biologieunterricht wohl nicht besonders gut aufgepasst…

  6. Morricone sagt:

    Hab mal in die Vorschau des Buches auf Amazon geschaut. Nur zwei kurze Ausschnitte:

    Hiermit fängt es an:
    “Es war Sommeranfang, blauer Himmel und bald Mittagszeit. Eine angenehm kühle Bergbrise wehte über die Landschaft, und vereinzelte Schäfchenwolken zogen ihre Schatten übers Land.”"

    Ein wenig später kommt dann das:

    “Es war die magische Flöte, deren gekonnt entlockte Töne ganz gewisse Dämonen aus der Unterwelt herbeizurufen vermochten. Und genau das beabsichtigte jetzt die mystische Mädchenfrau mit den faszinierenden grünen Augen zu tun.”

    Jemand, der nicht über den Stil eines Groschenromans hinauskommt, sich aber als ernsthaften Autor betrachtet, der Literatur von Weltgeltung schreibt, hat ein ernsthaftes Problem.

    Im allgemeinen: Nichts gegen Groschenromane! Mickey Spillane, bzw. Mike Hammer ist auch irgendwie billig aber cool und hat ein ganzes Genre mitgeprägt.

  7. In der Tat keine brillanten Formulierungen, aber das war nach dem gezeigten Konversationsstil auch nicht zu erwarten. Gute Autoren sind für gewöhnlich auch in der schriftlichen Kommunikation etwas eloquenter als der Durchschnitt.

    Ich habe gar nicht vor, da in die Tiefe zu gehen. Wer gelesen werden möchte, sollte schon dazu einladen. Ashts Debattenstil ist ganz im Gegensatz dazu abschreckend; zusätzliche Aufmerksamkeit finde ich da verschwendet.

    Mein Interesse gilt jetzt seinen Behauptungen, gekaufte Rezensionen seien eine gängige Erscheinung. Leider bringt er keine Belege dafür und ich kann keine Hinweise darauf finden. Hat man das alles abgehakt, bleibt einzig die Geschichte einer seltsam solipsistischen Existenz stehen. Er ist nicht ganz allein in dieser Welt, hat sogar Anhängerinnen, die seinem verdrehten Charisma folgen – etwas, das dem durchschnittlichen Leser, der diese Ereignisse verfolgt, völlig unverständlich bleiben wird.

  8. Gerd sagt:

    @ Manfred:

    Je, nu … vielleicht wollten ihm die Rezensenten oder Rezensentinnen, deren Dienstleistung er käuflich erworben hat, ihm einfach keine Quittung geben?

    ;-)

  9. Hm … Interessante Theorie. Schon notiert.

  10. Caro sagt:

    Wer seine Leser nicht respektiert (man muss ja ihre Meinung über das eigene Buch nicht zwingend gut finden^^) der hat einfach selbst auch keinen Respekt verdient.

  11. Evil Asht sagt:

    EVIL ASHT is gonna get you!
    http://is.gd/ximezi

    :-D

  12. Pingback: Was man als Autor eher nicht tun sollte … « Buchjunkie

  13. Ich bin sicher, wenn sie das mit dem Spiegelei liest, wird selbst Mutter Beimer die Spiegeleibraterei sein lassen.

  14. Tatsächlich schreibt Asht nicht gut. Allerdings auch nicht schlechter als manch anderer Autor, den Kindle gerade in die Öffentlichkeit schwemmt. Es sind “Liebhaberwerke”. Als solche sollten die Autoren sie auch betrachten.
    Allerdings haben sie mit gehobener Literatur nichts zu tun.

  15. Dagobert sagt:

    Bei diesem Herrn fällt mir ein alter Spruch ein: Nur weil Du nicht paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass SIE nicht hinter Dir her sind.

    Verfolgungswahn ist (meist) heilbar. Bei manchen kranken Seelen aber wohl nicht mehr. Da muss er warten, bis er als Menschin wiedergeboren wird. Falls er das wird.
    .
    .
    .
    Der Arme.

  16. Pingback: [Rückblick] Das war im Januar 2012 | Bücherbummel

  17. Zum Thema erlaube ich mir, auf die Februarausgabe des FANDOM OBSERVER hinzuweisen. Die hat die Titelgeschichte “DIE REZIMAFIA” und beschäftigt sich exakt mit diesem Fall. Das Schöne: der Download kostet nix. :-)

    http://www.fandomobserver.de/2012/02/fo272/

  18. aus einem entglittenem und verspieltem Wohlstandsdefizit. Sorry, aber was soll das denn sein? Ein Defizit… ok. aber ein entglittenes? Hat man nicht erst etwas – und dann verspielt man es? Wie verspielt man ein Defizit? Das ist doch eine zur Gänze inhaltleere Worthülse.

  19. Winz sagt:

    hat mal einer von euch bis ganz nach unten gescrollt? (ich hoffte ja, dort das impressum zu finden aber der hat ja wirklich keins. inzwischen hierzulande eine Ordnungswidrigkeit, wenn ich das noch richtig in erinnerung habe)

    “©John Asht. Awesome Inc.-Vorlage. Powered by Blogger. ”

    is mir nur so aufgefallen. aber der mann scheint ja eh sehr an einem little man komplex zu leiden. ich denke mal er weiß dass er ein schlechter autor ist. so etwas MUSS man doch einfach merken. und die reaktionen und das weiterführen seines blogs könnten eine trotzreaktion sein. kA midlifecrisis bedingt vielleicht. kenne mich damit nicht besonders aus.

  20. Pingback: blanksites.com » Archive » Der laszive Johnny mit dem Cowboyhut

  21. blank sagt:

    Dieser Typ. Dieses etwas. Ich erinnere mich.
    Online ein (selbsternanntes) Fürstchen (für welches Gefolge), real ein Würstchen.
    Seine Zeilen auf seinem Blog möchte ich schon gar nicht mehr lesen. Ekel. Abscheu.
    Es schüttelt und rüttelt mich.
    Da denkt man, man hat ja schon einiges gesehen, und dann kommt so etwas. Ich war seiner Zeit schätzungsweise drei Wochen (wenn überhaupt) in seiner “Literatengruppe” bei Facebook (wo ich zum Glück auch nicht mehr bin). In jener Gruppe namens “Lektorieren und Verlegen” schob man sich Rezensionen über nicht mal gelesene Bücher als Gefälligkeiten zu. Postmoderne Vetternwirtschaft auf Stammtischniveau voller sabbernder notgeiler Typen ähnlichen Kalibers.
    Auf das” Niveau” dieser Gruppe, ihrer Anhänger und dessen Gründer, möchte ich gar nicht weiter eingehen. Zumindest habe ich mich seitdem in keine virtuelle Literatengruppe mehr begeben.

  22. Ver_asht sagt:

    @Evil Asht: Grandios! LMFAO

  23. gj sagt:

    bei diesem sog. schriftsteller gibt es jede menge ungereimtheiten. die high school, die er angeblich besuchte, fuehrt ihn nicht im yearbook. er graduierte angeblich bei der alexander von humboldt (er schreibt das in facebook ohne ‘t’) foundation in toronto. die stiftung foerdert hochdekorierte wissenschaftler, dazu gehoert er nicht. er mag seminare besucht haben, aber dafuer gibt es keinen akademischen abschluss.
    er war filmemacher? warum gibt es keinen us sender, der ihn kennt? warum nennt nicht ein paar filme, die er produzierte?
    wer ihn via facebook fragt, wird sofort geblockt. asht hat nicht mal genug mumm, sich zu stellen.

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