Langsam, klapperig, legendär:
De Lorean DMC-12

De Lorean Atomkraft

Dieses Auto fährt mit Atomkraft

„Da stehen 21 De Lorean auf dem Parkplatz“, sagt der Bildeditor und produziert Fragezeichen auf der Stirn des Kollegen. „Ey, los!“ sag’ ich. „Nimm die Kamera, mach Fotos!“ So viele De Lorean auf einem Haufen sieht man nur einmal im Leben …

John De Lorean war mal einer der Vizepräsidenten von General Motors. Irgendwann wollte er was anderes bauen als jene Wagen, die die Amerikaner so lieben und so rollten von 1980 an in Nordirland Sportwagen vom Band, die seinen Namen trugen: De Lorean. Markenzeichen des von Lotus entwickelten und von Giugiaro gezeichneten Fahrzeugs: die Karosserie aus gebürstetem Edelstahl. Das hatte sonst niemand.

De Lorean Heck

Die Schokoladenseite

Abgesehen davon war das wirklich kein besonderes Auto: 2,8-Liter-Maschine, 132 PS, keine 200 km/h Höchstgeschwindigkeit, 198, um genau zu sein (der Tacho zeigte aber wegen besonderer amerikanischer Gesetze nur maximal 140 km/h). Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 11 Sekunden. Nein, mit dem Wagen war an der Ampel kein Staat zu machen – der Flügeltürer war eher ein Showcar, dazu eines mit oft beklagten Qualitätsmängeln.
Nach 18 Monaten und 8600 produzierten Einheiten war Schluß. Die Krise im Automobilmarkt von 1981 brach De Lorean das Genick, die Firma ging in Konkurs.

De Lorean Front

Wenn man näher herangeht, fällt die Kunststoffmaske ins Auge

Fluxcompensator

Der Flux-Kompensator (Foto: Gordini60 at de.wikipedia)

1985 kannte kaum jemand mehr den Wagen, abgesehen von Autoliebhabern und kleinen Jungs, die stundenlang in den väterlichen Autokatalogen geblättert hatten. Und dann waren da noch Steven Spielberg und Robert Zemeckis, die einen 5-Liter-V8 von Chevrolet hineinpackten und eine ominöse Kiste namens „Flux-Kompensator“, die eine Atombatterie brauchte, nach einer späteren Aufrüstung aber auch mit Bananenschalen zurechtkam. Fahrer dieses modifizierten Fahrzeugs war Dr. Emmett Brown, dem es gelungen war, eine Zeitmaschine zu konstruieren …

Ja, okay, das mit der Zeitmaschine ist Quatsch, aber in „Zurück in die Zukunft“ Teil I–III hat es funktioniert. Und da hatten wir doch extrem viel Spaß dran, oder?

Manfred Müller

  • Quelle: Wikipedia
  • Fotos: Alexander Bertrams

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4 Antworten auf Langsam, klapperig, legendär:
De Lorean DMC-12

  1. Perry sagt:

    Hey, is ja cool. Wo hast die denn gefunden?

  2. Ein De-Lorean-Club hat heute in der Nähe unseres Büros geparkt. Daraufhin ist der Kollege – sonst ein Autokenner, aber ausgerechnet diesen Wagen kannte er noch nicht – losgezogen und hat ein paar Fotos gemacht.

  3. Ralf Grosser sagt:

    “Markenzeichen des von Lotus entwickelten und von Giugiaro gezeichneten Fahrzeugs: die Karosserie aus gebürstetem Edelstahl. Das hatte sonst niemand.”
    Das ist die immer wieder colportierte Legende, die “Edelstahl Karrosserie”.
    Fakt ist, der Deloren hatten eine GFK Karrosserie, die mit einer sehr dünnen Edelstahl Folie beplankt war.
    GFK dehnt sich bei extremen temperaturunterschiede anders aus als Edelstahl.
    Dies führt bei vielen Delorens dazu, daß zwichen Beplankung und GFK die Verklebung aufbricht.

  4. Brigitte sagt:

    Das sind nicht 21 verschiedene Autos, das ist immer der gleiche.
    Das war ein Koordinationstreff der Zeitreisenden ;-) und die wirkliche Frage ist, wie sie es geschafft haben es zu vermeiden das die Zeitebene beim Zusammentreffen zuvieler gleicher Personen nicht implodierte.

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