Wider die vermeidbaren Ausrutscher

BananenschaleRennradfahrer sehen schnell aus. Manche sind es auch. Rennradfahrer sollen ja auch eitel sein. Sieht man schon an den Waden. Merkt man aber auch, wenn sie Hunger bekommen: man freut sich ja über jeden, der den bunten Verpackungsmüll wieder einsteckt, der entsteht, wenn kohlenhydratstrotzende Powerriegel mit märchenhaft kraftspendender Wirkung in die Backentaschen wandern. Die weniger konsumgläubigen unter ihnen handeln umweltbewußt und greifen zur Banane: da ist alles drin, sie ist gut verträglich und sie bringt ihre Verpackung gleich mit! Dolles Ding …!

Die Rennradfahrer, die bis hierhin weitergelesen haben, werden sich jetzt ärgern und denken: ,Was will der Idiot?‘ Naja, abgesehen von der Tatsache, daß manche Rennradfahrer nur unzureichend freihändig fahren können, was sich beim Bananenverzehr nachteilig auf die Fahrstabilität auswirkt – das einhändige Bananenöffnen ist den wenigsten gegeben und Anhalten zum Essenfassen der Eitelkeit wegen verpönt – und schonmal dazu führt, daß nachfolgende Fahrer zu plötzlichen Brems- und Ausweichmanövern gezwungen werden, gibt es Kandidaten, die mit der Entsorgung der Bananenschalen intellektuell völlig überfordert sind. Die Schale ins Gebüsch zu werfen, sollte kein großes Problem sein, oder? Warum sehe ich dann immer wieder Bananenschalen auf der Fahrbahn liegen?

Aber ich will nicht meckern, deshalb hier ein Praxistip: einfach die Banane vor Fahrtantritt schälen, halbieren, die Hälften in diese hauchdünnen Frühstücksbeutelchen aus PE-Folie packen, Beutel verknoten, fertig! Wenn man unterwegs essen will, einfach ein Beutelchen aus der Trikottasche fischen, Spitze mit den Zähnen (so vorhanden) aufreißen, Banane rausdrücken und genüßlich wegzuzeln. Der leere Beutel ist so klein, den kann man getrost wieder einstecken, und er wiegt nur wenige Zehntel Gramm, die Schale dagegen über 20 Gramm – man spart also erhebliches Gewicht, was die Leichtbaufanatiker vor Freude sicher jubeln läßt! Und selbst die motorisch Herausgeforderten müssen nicht anhalten.

Die Radlerbanane 1
Die Radlerbanane 2
Die Radlerbanane 3
Die Radlerbanane 4

Klar, die Ökobilanz ist nicht so berauschend: fast ein Gramm Polyethylen zusätzlich wird benötigt für eine Banane, die doch schon von Natur aus verpackt ist. Aber mal ehrlich: die pure Frucht wird zum Ende der Tour hin immer unansehnlicher, die Schale kann aufplatzen und das ganze Trikot versauen. Dagegen bleibt der Beutel dicht und wenn die Bananenhälfte darin matschig wird, macht das gar nichts, im Gegenteil: vor dem letzten Anstieg hat noch keiner gern gekaut … Mal ganz davon abgesehen, daß ein paar Milliliter Erdöl nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn man der Volkswirtschaft durch rennradbedingten Bananenverzehr verursachte Behandlungskosten und Verdienstausfälle ersparen kann.

Viel Spaß beim Nachkochen!

In der nächsten Folge: Tips zur sozialverträglichen Atemwegsbelüftung – „Erst gucken, dann spucken!“

Die Radlerbanane 5

Ähnliche Beiträge

Abgelegt unter Radfahren und getaggt mit , . Setz ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>