Die Hose des Redakteurs

Die Januar-Ausgabe des Fandom Observer hat Spuren hinterlassen im Netz: in Foren wie dem SF-Netzwerk, wo es zum Teil erbitterte Diskussionen gab, in Blogs, die sich teilweise lobend über die Nr. 259 äußerten, und in den sozialen Netzwerken, wo sich der Disput in neuen Followern und Klicks auf Like-Buttons niederschlug. Erfreulicherweise zahlten sich die Meinungsbeiträge auch in der wichtigsten Währung aus, die ein Fanzine einnehmen kann; in Leserbriefen – fast drei Seiten Leserreaktionen hatte der Fandom Observer schon lange nicht mehr.

Fandom Observer 260

Fandom Observer 260

Den Schwung muß man nutzen und so setzen in dieser Ausgabe zwei Essays deutscher Autoren, Miriam Pharo und Uwe Post, das Internet-Thema fort, nun also aus Autoren-Perspektive: Wie nutzen Autoren das Netz, was hat sich gegenüber früher geändert? Kommunikation, Recherche, Selbstmarketing, Kontakt zu Lesern und Fans – diese Notizen aus der Praxis geben einen guten Einblick in die Schreibpraxis von heute. Der Kontakt zu den Autoren und die Aquise der Beiträge geschahen passenderweise recht spontan per Twitter.

Daß Liverollenspiel, kurz: Larp, an Bedeutung stetig zugenommen hat in den vergangenen 20 Jahren, hat sich mittlerweile herumgesprochen, daß sich die Szene intensiv mit der Weiterentwicklung dieses Hobbys befaßt, ist allgemein weniger bekannt. Einen kurzen Besuch beim Mittelpunkt 2011 in Köln, dem Jahrestreffen des Deutschen Liverollenspielverbandes, habe ich zum Anlaß genommen, eine Diskussion zum Thema Kommerzialisierung der Szene zu verfolgen.

Das kuriose Highlight dieser Ausgabe ist der Bericht von der „Perry Rhodan“-Autorenkonferenz Mitte Januar in Rastatt. Aus der Redaktion war niemand vor Ort, stattdessen hat uns eine anonyme Quelle Fotos und Notizen zugespielt – nicht, daß Nicht-Perry-Leser viel damit anfangen könnten, erhellend war jedenfalls der verklausulierte Hinweis, daß Perry-Chefredakteur Klaus Frick so wenig reich mit „Perry Rhodan“ geworden ist, daß er sich keine zweite Hose leisten kann (natürlich undenkbar, dafür ist Frick ein viel zu reinlicher Mensch!).
Der Name unserer Quelle? „Perryleaks“ – bei Twitter sendet er (oder sie) immer noch:
twitter.com/perryleaks

Rezensionen, Kinonews und Termine runden das Heft ab, das ihr kostenlos runterladen könnt: Fandom Observer 260

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