Emergency Room Vorstadt

Höllische Rückenschmerzen am Morgen. Ich decke den Frühstückstisch. Jede Bewegung läßt einen Blitz durch meine Wirbel schießen. Wieder die Bandscheibe? Oder doch nur die gewohnte Ischias-Attacke im Winter? Rennradlerschicksal …
Wieder hinlegen, durchatmen. Heute muß jemand anderes den Kaffee machen. Trinken kann ich ihn nicht. Die Tasse steht in Armesreichweite; ich komme nicht dran. Wieder aufstehen, ich muß telefonieren. Viel zu wenig Handgriffe gibt es hier! Die drei Meter bis zum Telefon könnten auch der Grand Canyon sein. Lies weiter!

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Für Westerwelle kann ich nix!

Guido Westerwelle

Foto: Dirk Vorderstraße (Lizenz: CC BY 3.0)

In seinem „Abendblatt“-Blog stellt Stephan Bellem die Frage, ob wir die, die uns regieren, verdient haben? Ist es so außergewöhnlich, daß ein Mann wie Christian Wulff Gefälligkeiten und Geschenke dankend annimmt? Ist es verwerflich, daß die Guttenbergs und Koch-Mehrins die Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, nutzen? Oder ist es einfach das, was wir alle tun?

Die „Nimm mit, was du kriegen kannst“-Mentalität ist weit verbreitet. Das hat aber sicher nichts damit zu tun, daß hierzulande die moralischen Werte verfallen, sondern umgekehrt wird ein Schuh draus: die Werte, die nötig wären, um integre Politiker heranzuziehen, die robust genug sind, um diese Integrität auch zu bewahren, wenn sie die Politkarriere einschlagen, die sind noch nicht weit genug entwickelt. Bis dahin repräsentieren diese Politprofis uns sehr gut, weil wir eben auch so sind. Tendentiell. Lies weiter!

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John Asht: „Abnormale Typen rangeln sich hinterfotzig an die Macht“

Der Autor mit dem Pseudonym „John Asht“ macht gerade die Rundtour durch Shitstormhausen und überlegt sich wahrscheinlich schon einen neuen Decknamen. Währenddessen buddle ich in seinem Blog und stelle fest, daß die empfindliche Seele unter „Meinungsfreiheit“ vornehmlich das Recht versteht, unpopuläre „Wahrheiten“ auszusprechen. Hier mal ein Zitat aus seinem Plädoyer für Meinungsfreiheit (Schreibfehler entstammen dem Original): Lies weiter!

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Authentisches 1973: „Bloß weg hier!“
von Frank Böhmert

Frank Böhmert - „Bloß weg hier!“Wir leben in guten Zeiten. Hierzulande, wo es fließend sauberes Wasser und Strom und Essen und all das gibt. Ich kann ein Buch lesen und spontan meine Empfindungen dazu per Twitter in den Äther schicken. Und sofort Antworten erhalten von dem Mann, der das Buch geschrieben hat, dieses Buch über eine Kindheit in West-Berlin. Und per Twitter die Frage diskutieren, ob es auf Seite 94 oben ein Tempus-Problem gibt oder nicht. So viel sei gesagt: gibt es nicht. Aber man könnte trefflich über die Erzählperspektive streiten, übers Handwerk also. Machen wir später. Beschäftigen wir uns zuerst mit dem Wesentlichen. Lies weiter!

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Wer kotzt schon gern freiwillig?
Adieu, Facebook, ich geh’ lieber zu Fuß …

Dieser 23. Dezember 2011 war mein letzter Tag bei Facebook. Ich habe es nicht einmal ein Jahr dort ausgehalten. Schon die seltsame Terminologie macht mich schaudern: „Freundschaftsanfragen“ von Leuten, die ich mit der Kneifzange nicht anfassen würde, „Freunde“, mit denen ich im Leben fünf Sätze gewechselt habe und keinen davon übers Leben. Dazu der ständige Kampf mit den Features, den Einstellungen, der Werbung, den Anwendungen … Wenn man sich weniger Gedanken machen würde, wäre Facebook sicher das Paradies, dann könnte ich auch jeden Tag in das Gasthaus zu den Goldenen Bögen gehen … Lies weiter!

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